Bessere Resilienz fürs Gesundheitswesen
Hamburg will Gesundheitsstrukturen entwickeln, die mit dem Klimawandel mithalten
Mehr Hitzeperioden und Extremwetterereignisse sind Folgen der Klimaveränderung. Unsere Gesundheitssysteme sind bisher darauf kaum vorbereitet.

Um die klimatischen Herausforderungen frühzeitig anzugehen, beteiligt sich Hamburg am europäischen Horizon-Europe-Projekt „Mountadapt“.
Besonders betroffen von Extremwetterereignissen sind vulnerable Bevölkerungsgruppen wie ältere Menschen und chronisch Erkrankte. Aber auch Mitarbeitende im Gesundheitswesen sind klimabedingten Belastungen ausgesetzt. Dazu gehören Pflegekräfte und Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen und beim Rettungsdienst. Sie alle arbeiten an heißen Tagen unter Bedingungen, welche die Gesundheit, die Arbeitsfähigkeit und somit die Qualität der Versorgung beeinträchtigen können.
Gleichzeitig muss das Gesundheitswesen eine Schlüsselrolle übernehmen und die medizinische Versorgung der Bevölkerung auch unter erschwerten klimatischen Bedingungen zuverlässig sicherstellen. In Hamburg weist bereits der Hamburger Hitzeaktionsplan auf diese Risiken hin.
Gemeinsam mit 27 Partnerinnen und Partnern aus mehreren europäischen Ländern entwickelt die Hansestadt nun mit dem Projekt „Mountadapt“ Strategien, um Gesundheitssysteme widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels und anderen Krisen- und Belastungssituationen zu machen. Dabei stehen zentrale Fragen der Vorsorge und Krisenvorbereitung im Raum: Wie können Gesundheitssysteme besser auf zukünftige Belastungen reagieren? Wie lassen sich besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen wirksam schützen? Und wie können leistungsfähige Gesundheitsstrukturen langfristig gesichert werden?
Europaweiter Austausch
Im Projekt bringt Hamburg seine Erfahrungen aktiv in ein europaweites Netzwerk aus öffentlichen Institutionen, Forschungseinrichtungen und Akteuren des Gesundheitswesens ein. Gleichzeitig profitiert die Hansestadt vom Austausch mit anderen Regionen und gewinnt wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung eigener Maßnahmen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit von Gesundheitswesen, Wissenschaft, Verwaltung und weiteren relevanten Mitspielern. Ziel ist es, bestehende Stärken sichtbar zu machen, Wissen zu bündeln und gemeinsam praxisnahe Lösungen zu entwickeln.
Im Mittelpunkt des Projekt stehen aktuell der Aufbau weiterer Kooperationen und die Vorbereitung konkreter Aktivitäten gemeinsam mit interessierten Partnerinnen und Partnern in Hamburg.
Weitere Informationen zum Projekt unter