Erstes Hebammenzentrum in Hamburg
Das neue Angebot soll eine bessere Versorgung für Schwangere und junge Familien bieten
Im Mai wurde das erste Hebammenzentrum in Hamburg eröffnet. Träger des Zentrums ist die Hans-Wendt-Stiftung. Sie betreibt das Angebot in Harburg im Auftrag der Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration.

Mit dem neuen Zentrum erhalten Schwangere und junge Familien in dem wachsenden Stadtteil eine zentrale und niedrigschwellige Anlaufstelle. Die Einrichtung am Sand 35 ist barrierefrei erreichbar.
So schön eine Schwangerschaft und die erste Zeit mit einem Baby für viele Frauen auch sein mag, „gehen sie einher mit vielen körperlichen und seelischen Veränderungen und neuen Anforderungen, die jede Frau anders erlebt“, betonte Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer bei der Eröffnung. Umso wichtiger sei in dieser Phase eine verlässliche Begleitung, die werdende und junge Mütter und ihre Familien verlässlich unterstützt und berät. Die Hebammenarbeit sei gelebte Prävention. Risiken würden früh erkannt und so die Basis für ein gesundes Aufwachsen geschaffen.
„Das neue Hebammenzentrum ist eine Bereicherung für die Gesundheitsversorgung im Bezirk Harburg“, freut sich Bezirksamtsleiter Christian Carstensen. Mit diesem gebe es endlich einen Ort der geballten Kompetenz rund um das Thema Geburt – mitten im Harburger Kerngebiet. Damit stelle das Zentrum eine perfekte Ergänzung zu den weiteren Angeboten des Gesundheits- und Jugendamts wie beispielsweise den Elternschulen dar. „Wir sind stolz darauf, mit diesem Projekt ein Vorreiter in Hamburg zu sein.“
Was wird geboten?
Das Angebot umfasst unter anderem Schwangerenvorsorge, individuelle Beratung, Unterstützung bei Schwangerschaftsbeschwerden, Wochenbettbetreuung sowie Still- und Ernährungsberatung. Ergänzt wird dies durch ein breites Kursangebot, etwa zur Geburtsvorbereitung und Rückbildung. Das Hebammenzentrum versteht sich darüber hinaus als sozialer Ort, der Austausch, Orientierung und Unterstützung in einer sensiblen Lebensphase ermöglicht. Geburtshilfe wird in dem Zentrum nicht geleistet.
Die Einrichtung reagiert auf den steigenden Bedarf an Hebammenleistungen in urbanen Räumen wie Hamburg-Harburg. Viele Familien stehen vor Herausforderungen, eine kontinuierliche Betreuung während Schwangerschaft und Wochenbett zu finden. Das Hebammenzentrum schaffe hier ein verlässliches Angebot und trage dazu bei, Versorgungslücken zu schließen, teilt die Behörde mit.
Das Team setzt sich aus der Koordinatorin Christiane Terner und dem Hebammen-Team zusammen. Perspektivisch ist geplant, das Angebot weiter auszubauen und zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Weitere Informationen sowie das Kursangebot unter