Kategorie Gesundheitsvorsorge

Hörscreening – Zentrale Anlaufstelle für junge Familien

Um Hörstörungen bei Neugeborenen frühzeitig zu erkennen, wurde in Hamburg die NeST-Zentrale eröffnet. Mit ihr bekommen Eltern von Kindern, deren Hörscreening-Befund auffällig ist, eine zentrale Anlaufstelle. 

Das Hörscreening lässt sich am besten im Schlaf des Babys durchführen.
Das Neugeborenen-Hörscreening ist eine schnelle, schmerzfreie und freiwillige Vorsorgeuntersuchung, um angeborene Hörstörungen bei Babys bereits in den ersten Lebenstagen zu erkennen. © stock.adobe.com/Zffoto

Die NeST-Zentrale ist im Beratungszentrum „Sehen/Hören/Bewegen/Sprechen“ im Bezirksamt Hamburg-Nord (Eppendorfer Landstraße 59) eingerichtet.

Jährlich werden in Hamburg rund 40 bis 50 Kinder mit einer mittel- bis hochgradigen beidseitigen Hörstörung geboren. Eine frühe Diagnose innerhalb der ersten Lebensmonate ist entscheidend, um die Sprachentwicklung, die schulische Bildung und die soziale Teilhabe der betroffenen Kinder bestmöglich zu unterstützen. 

Für die meisten Familien ist das Hörscreening eine Routineuntersuchung nach der Geburt. Bei rund sechs Prozent der Kinder – das sind etwa 1320 Neugeborene pro Jahr in Hamburg – zeigen sich dabei Auffälligkeiten, die weiter untersucht werden müssen. 

Eine Hörstörung muss aber nicht angeboren sein. Sie kann sich auch später entwickeln, zum Beispiel durch eine Infektion im Kleinkindalter. Deshalb ist es auch nach einem unauffälligen Testergebnis wichtig, die Sprachentwicklung im Auge zu behalten. Orientierung bietet eine Entwicklungstabelle

Externer Link:www.hoerscreening-wl.de/downloads/hoerundsprachentwicklung.pdf