
VdK Hamburg hat einen neuen Vorstand
Renate Schommer ist weiterhin Vorsitzende – Einige Gesichter sind neu in ihrem Team

„Wir richten unseren 24. Ordentlichen Landesverbandstag in einer Zeit aus, in der viele Menschen mit Sorge auf die Zukunft blicken.“ So begann Hamburgs VdK-Vorsitzende Renate Schommer ihre Eröffnungsrede und sprach vielen im Publikum aus der Seele.
„Kriege und Gewalt erschüttern uns“, sagte sie, aber das sei nicht alles. Auch die wirtschaftliche Entwicklung bleibe angespannt und die Preise für Wohnen, Energie und den täglichen Einkauf belasteten viele Haushalte. „Zugleich stehen die sozialen Sicherungssysteme unter erheblichem Druck“, betonte Schommer und fügte an: „Gerade in solchen Zeiten zeigt sich, was eine Gesellschaft zusammenhält.“
Mitgliederzuwachs
In dieser Zeit mache der VdK Angebote, denen immer mehr Menschen ihr Vertrauen schenken würden. Was diese Angebote ausmache sei eine hohe Kompetenz im Sozialrecht, eine klare Stimme in der Sozialpolitik und menschliche Gemeinschaft vor Ort. „Diese Mischung kommt an“, stellte Renate Schommer fest. So hätten Ende 2025 schon knapp 16.800 Menschen dem VdK Hamburg angehört, bundesweit seien es mehr als 2,3 Millionen Mitglieder. „Damit sind wir eine starke Gemeinschaft - und eine Stimme, die gehört werden muss.“
Dass diese Stimme in Hamburg gehört wird, bestätigten die Gastredner aus der Hansestadt: Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPDkurz fürSozialdemokratische Partei Deutschlands-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft und sein ehemaliger Kollege im Amt bei der CDUkurz fürChristlich Demokratische Union, Bürgerschaftsabgeordneter Dietrich Wersich, sowie Torsten Voß, Amtsleiter des Hamburger Verfassungsschutzes. Gerade deshalb wünschten sie sich auch weiterhin einen engen Austausch mit dem VdK, erklärten sie.

Hohe Nachzahlungen
Die Worte von VdK-Präsidentin Verena Bentele, die kurzfristig verhindert war, verlas ihre Stellvertreterin und Vorsitzende des VdK Nord, Regina Bunge: „In den vergangenen vier Jahren hat der VdK Hamburg mehr als acht Millionen Euro an Nachzahlungen für seine Mitglieder gegenüber der Rentenversicherung erstritten. Er hat unzählige Prozesse geführt, durch die so vielen Menschen ganz konkrete Hilfen im Alltag bekommen haben. Und er hat sich für das Seniorenticket eingesetzt, das Hamburgs Seniorinnen und Senioren um 168 Euro im Jahr entlastet.“
Außerdem habe der VdK Hamburg 2025 selbst ein starkes Zeichen gesetzt, mit seiner Beteiligung an der Kampagne „Die Demokratie ist schützenswert, weil…“ anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Landesamtes für Verfassungsschutz Hamburg. Hamburgs VdK-Vorsitzende Renate Schommer sei dabei mit dem Satz zitiert worden: „Unsere Demokratie ist schützenswert, weil sie ein Fundament für soziale Gerechtigkeit ist.“ Mit diesem Satz, der es auf den Punkt bringe, sei Renate Schommer und der VdK Hamburg online und in einer Ausstellung im Rathaus für alle sichtbar gewesen. „In Ihrer Satzung heißt es, der Landesverband Hamburg wendet sich gegen jegliches Verhalten und jegliche Äußerungen, welche die Menschenwürde verletzen und wirkt gegen jede Art von Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus und Benachteiligung. Sie zeigen immer wieder, dass Sie Ihre Satzung leben. Vielen Dank dafür!“, so die Worte der VdK-Präsidentin.
Wahlergebnis
Im Anschluss fand die Wahl des Landesvorstands statt. Renate Schommer wurde erneut zur Vorsitzenden gewählt. Sie steht seit 2017 an der Spitze des VdK Hamburg und ist seit über 25 Jahren für den Landesverband aktiv. Angefangen hatte ihre Tätigkeit im Ortsverband Blankenese, den sie immer noch führt, später im Landesvorstand als Frauenbeauftragte und stellvertretende Landesvorsitzende. Seit vielen Jahren vertritt sie die Interessen des VdK im Landesfrauenrat und im Deutschen Frauenrat. „Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich auf die Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit“, erklärte Schommer nach ihrer einstimmigen Wiederwahl am 30. September im Hotel Hafen Hamburg.
Einstimmig wiedergewählt in den Landesvorstand wurden als Stellvertreterinnen und Stellvertreter der Landesvorsitzenden Carsten Kutschkau aus dem Ortsverband Bergedorf/Vier- und Marschlande sowie Heide Pachurka aus dem Ortsverband Harburg. Ebenfalls einstimmig gewählt und neu im Vorstand sind Florian Wellhausen aus dem Ortsverband Blankenese und Dagmar Gehrke aus dem Ortsverband Harburg.


Beschluss
Zudem wurde von den Delegierten eine Anpassung des Mitgliedsbeitrags beschlossen.

