Kontakt mit Behörden soll einfacher werden
Los geht es mit dem Servicetelefon für Grundsicherung und Sozialhilfe in zwei Bezirken
Ab sofort können sich Bürgerinnen und Bürger in den Pilotbezirken Altona und Hamburg-Nord zu den Themen Grundsicherung und Sozialhilfe über eine zentrale Service-Hotline beraten lassen.

Telefonische HamburgService (THS)
Der sogenannte Telefonische HamburgService (THS) ist unter der Nummer (0 40) 4 28 28 5050 erreichbar. In den kommenden Monaten soll das Projekt dann auf alle Hamburger Bezirke ausgeweitet werden.
Mit dem neuen telefonischen Service will die Behörde ihr Personal in den Fachämtern entlasten. Die Anliegen werden zentral per Telefon angenommen. 80 Prozent der Anfragen können laut Behörde so erfahrungsgemäß abschließend bearbeitet werden. Mit diesem zentralen Service wolle man aber auch die telefonische Erreichbarkeit erhöhen, die Servicequalität verbessern und die Bearbeitung von Anliegen effizienter machen und beschleunigen, heißt es.
Schnelle Umsetzung
„Eine moderne Verwaltung ist vor allem bürgernah und sie ist dienstleistungsorientiert“, betonte Dr. Andreas Dressel, Senator für Finanzen und Bezirke, beim Start der Hotline. Dazu erklärt Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer: „Die Vorschläge der Kommission zur Sozialstaatsreform zielen darauf ab, Sozialleistungen einfacher, schneller und digital zugänglicher zu machen.“ Hamburg habe diesen Reformprozess maßgeblich mitgestaltet und setze die Leitgedanken bereits um. „Mit Maßnahmen wie dem neuen zentralen Servicetelefon für Grundsicherung und Sozialhilfe profitieren Bürgerinnen und Bürger künftig von besserer Erreichbarkeit, kürzeren Wartezeiten und schnellerer Hilfe.“
Auch Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff begrüßt diese Idee. Mit der zentralen Servicetelefonie könnten in Hamburg neue Maßstäbe gesetzt werden, im Hinblick auf Service und Dienstleistungsorientierung. „Die bisherigen Erfahrungen und die enge und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten zeigen, dass es sich um ein vielversprechendes Projekt handelt“, so Ritzenhoff. Er blicke insofern zuversichtlich auf die Ausweitung des Dienstes und freue sich darauf, dass auch bald die Kundinnen und Kunden der Grundsicherung und Sozialhilfe in Wandsbek davon werden profitieren können.
Die Mitarbeitenden wurden fachlich auf die Anliegen der Kunden der Grundsicherung und Sozialhilfe geschult. Sie arbeiten eng mit den Fachabteilungen zusammen. Digitale Hilfsmittel unterstützen ihre Arbeit, damit die Anliegen schnell und zielgerichtet bearbeitet werden können.
Hinter dem Aufbau der Servicetelefonie bis Ende 2026 steht das Projekt NEMO GS. Dafür kommen Mittel der Sozialbehörde in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro und aus dem Fonds zur Effizienzsteigerung („Effi-Fonds“) der Finanzbehörde in Höhe von rund 510 000 Euro zum Einsatz. Das Projekt dient der „Neuausrichtung und Modernisierung der Fachämter für Grundsicherung“ (NEMO GS). Es ist behördenübergreifend und interdisziplinär.
Mehr Kundennähe
Das Projekt NEMO GS wurde im Juli 2023 gestartet und läuft bis März 2027. Ziel ist es, die Verwaltungsarbeit in den Bereichen Grundsicherung und Wohnungsnothilfe in Hamburg zu optimieren. Durch innovative Organisationsstrukturen und digitale Lösungen sollen unter anderem die Kundennähe verbessert, die Arbeitsbelastung der Beschäftigten reduziert und die Effizienz gesteigert werden.