Kostenfreie Beratung für Patienten

Die neue UPD ist jetzt auch in Hamburg vor Ort vertreten

In einem Beratungsgespräch werden mögliche Wege aufgezeigt.
Die UPD berät ratsuchende Menschen seit September in diesen Räumen in Erfurt. Seit Oktober hat auch in Hamburg ein UPD-Team seine Arbeit aufgenommen. © Stiftung UPD/Markus Altmann

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch daran: Im Jahr 2000 wurde die Unabhängige Patientenberatung (UPD) als Modellvorhaben eingeführt. Bis 2010 hat man Methoden und Strukturen eines solchen Beratungsangebots erprobt. Danach wurde die UPD als Regelangebot an unterschiedliche Betreiber vergeben. Seit 2024 gibt es eine neue Stiftung. In Hamburg hat sie nun eine der ersten Beratungsstellen in Deutschland eröffnet.

Um die Versorgungslücke schnell zu schließen, war die Beratungsarbeit der neuen UPD im Mai 2024 anfangs mit einem telefonischen Beratungsangebot an den Start gegangen. Daran sollte der Aufbau eines regionalen Netzes an Beratungsstellen anschließen. Los ging es damit im letzten Sommer mit der ersten UPD-Beratungsstelle in Berlin-Schöneberg. Im September 2025 wurde dann die Anlaufstelle in Erfurt eröffnet. Magdeburg und Hamburg folgten im Oktober.

Momentaner Standort

Damit die Patientinnen und Patienten, die sich in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen beraten lassen wollen, in Hamburg schnell einen Beratungsservice vor Ort finden, wurde für die Hansestadt eine Übergangslösung geschaffen. Solange die zukünftige Beratungsstelle in der Virchowstraße noch umgebaut und barrierefrei ausgestaltet werden muss, ist das Hamburger Beratungsteam im Treff Altona-Nord in der Gefionstraße 3 eingezogen und dort anzutreffen. 

Das UPD-Team kann zu einer Vielzahl von Themen Unterstützung anbieten: unter anderem bei Fragen zur Krankenversicherung, zu Patientenrechten und zu Behandlungsfehlern. Es berät zu medizinischer und zahnmedizinischer Versorgung, zu psychotherapeutischer und psychosozialer Unterstützung und nennt geeignete Anlaufstellen im Gesundheitswesen. Ebenso berät es zu Arzneimitteln und hilft, medizinische Befunde besser zu verstehen.

Das UPD-Team will Patientinnen und Patienten in schwierigen Situationen begleiten und mögliche Wege aufzeigen. Es unterstützt, die richtige Entscheidung zu treffen und die nächsten Schritte zu planen. Allerdings stellen die Beraterinnen und Berater keine Diagnosen. Sie geben auch keine Zweitmeinung ab, sondern zeigen nur auf, wie sich eine solche einholen lässt. Sie empfehlen keine Praxen, Kliniken oder Kanzleien, sondern helfen, die richtige Anlaufstelle zu finden. Und sie prüfen keine Rechnungen, können aber Hinweise geben, wo Patienten dafür Unterstützung erhalten.

Beratungszeiten

Das Beratungsangebot ist für Bürgerinnen und Bürger komplett kostenfrei. Der Treff Altona-Nord in der Gefionstraße 3 ist barrierefrei und liegt in der Nähe des S-Bahnhofs Holstenstraße. Geöffnet ist die Beratungsstelle montags von 10 bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 17.30 Uhr. Erreichbar ist das UPD-Team in Hamburg auch per E-Mail (hamburg@patientenberatung.de).

Wer sich telefonisch beraten lassen möchte, kann die bundesweite Hotline weiterhin nutzen. Sie ist jeweils montags, dienstags und donnerstags von 9.30 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr sowie mittwochs und freitags von 9.30 bis 14 Uhr unter der kostenfreien Beratungsnummer 0800 0117722 erreichbar. Mehr Infos zum Angebot der UPD im Netz unter

Externer Link:www.patientenberatung.de