Mehr Barrierefreiheit und Demokratie
Hamburgs Regierungsparteien läuten auf ihren Neujahrsempfängen das Jahr 2026 mit zentralen VdK-Themen ein

Wie in jedem Jahr luden auch diesmal die regierenden Parteien im Januar zu ihren traditionellen Neujahrsempfängen ins Hamburger Rathaus ein. Unter den zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft war auch die Landesvorsitzende des VdK Hamburg, Renate Schommer.
Der Termin der SPDkurz fürSozialdemokratische Partei Deutschlands stand 2026 unter dem Motto „Hamburg sind wir alle“. Dazu gab es eine Talkrunde mit dem Fraktionsvorsitzenden Dirk Kienscherf, Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher, der zweifachen Goldmedaillengewinnerin bei Paralympischen Spielen, Edina Müller, und dem ehemaligen HSV-Profi und Nationaltrainer der deutschen Olympiamannschaft in Paris, Horst Hrubesch. Die beiden Politiker und Sportler stimmten die 900 Gäste auf eine mögliche Hamburger Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 ein.
„Der Sport steht wie kaum etwas anderes für Weltoffenheit und Zusammenhalt“, betonte Kienscherf. Das seien Werte, die Hamburg ausmachen und die politisch in den vergangenen Jahren gezielt gestärkt worden wären. „Unsere Stadt hat bewiesen, dass sie große Sportereignisse erfolgreich, inklusiv und verantwortungsvoll ausrichten kann.“ Die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele in Hamburg wäre ein starkes Signal für nachhaltige und barrierefreie Spiele in einer offenen Metropole.


Unterstützung
Der VdK Hamburg unterstützt die Bewerbung der Hansestadt für dieses große internationale Sportereignis. „Von der Ausrichtung der Paralympischen Spiele kann Hamburg nur profitieren“, meint Landesvorsitzende Renate Schommer. Der Ausbau der Barrierefreiheit, der in Hamburg schon auf den Weg gebracht ist, könne durch die Bewerbung an Fahrt gewinnen.
Der Empfang der Grünen stand in diesem Jahr unter dem Motto „Wie wehrhaft ist unsere Demokratie?“. Gastredner war Michel Friedman. Er kritisierte, dass der Schulerfolg und damit die Zukunftschancen von Kindern in Deutschland noch immer von der Herkunft abhängen würden. „Kinder haben eine Würde. Und wenn man die dort schon nicht umsetzt, wie glaubwürdig ist man eigentlich, wenn man von der Würde des Menschen spricht“, sagte er. Bildung sei wichtig für den Schutz der Demokratie. Sie ermögliche eine Streitkultur unter mündigen Menschen und müsse von Seiten der Politik gestärkt werden.

Gleiche Chancen
„Mit diesem Thema trifft Michel Friedman einen Nerv“, sagte Renate Schommer nach der Veranstaltung. Mit Sorge sehe sie das Erstarken der politischen Ränder. Auch der VdK trete gegen Extremismus und für mehr Demokratie ein und fordere gleiche Bildungschancen.
