Kategorie Tipp Gesundheitsvorsorge

Neue App gegen Arthrose

Neues Versorgungsprogramm soll Operationen vermeiden und Beschwerden lindern

Die Barmer bietet ihren Versicherten ein neues Versorgungsprogramm bei Arthrose an. „Good Life with osteoArthritis in Denmark“ (GLA:D) wird schrittweise bundesweit eingeführt. 

Ein älterer Mann stützt sich beim Aufstehen auf ein Sofa ab.
Nicht jedem hilft eine OP. © stock.adobe.com/sebra

Hamburgs Versicherte können ab sofort davon profitieren. Das wissenschaftlich Konzept richtet sich an Menschen mit Knie- oder Hüftarthrose. „Arthrose gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates und bringt für viele Betroffene große Einschränkungen im Alltag mit sich“, erklärt Professor Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. 

Das Programm soll die Lebensqualität verbessern und unnötige Operationen vermeiden helfen. Dabei wird eine Präsenztherapie mit einer App-gestützten Begleitung verbunden. GLA:D bietet Infos zur Krankheit, Patientenschulungen und ein strukturiertes Trainingsprogramm. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern, Betroffene zu mehr Selbstkompetenz zu befähigen sowie stationäre Operationen zu vermeiden oder möglichst hinauszuzögern. Teilnehmende Arztpraxen können digital eine Verordnung für Patienten ausstellen. Sollte sich keine solche Arztpraxis in der Nähe finden, gibt es auch die Möglichkeit, eine Verordnung von einer Online-Arztpraxis zu erhalten. Anschließend wählen die Betroffenen dann individuell eine Physiotherapiepraxis, die mit GLA:D arbeitet, und starten dort mit dem Programm.

Nach der Pilotphase in Nordrhein-Westfalen, wo das Konzept von 2022 bis 2025 getestet wurde, soll es jetzt nach und nach in allen Bundesländern verfügbar sein. In Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen und Bremen ist es am 1. Januar an den Start gegangen. Im Juli folgen Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Infos unter

Externer Link:www.glad-deutschland.de