Kategorie Aktuelle Meldung

Steuerbescheid wird digital

Von: cdi

Wer das nicht will, muss tätig werden

Ab 2026 gibt es die Steuerbescheide vom Finanzamt nur noch in digitaler Form. Grund dafür ist das Bürokratieentlastungsgesetz. Für Menschen ohne Internetzugang gibt es aber Ausnahmen.

Ein Paar bei Sichten der Steuerunterlagen.
Nicht einfach: Fast alles läuft schon digital. © stock.adobe.com/ Lumos sp

Digitalisierung voranbringen und die Verwaltung vereinfachen – das sind die Ziele des Bürokratieentlastungsgesetzes. Deshalb werden die Bescheide zu den Steuererklärungen 2025, die im Jahr 2026 verschickt werden, bereits vollständig digital zugestellt. „Die Neuerung betrifft nicht nur Einkommensteuerbescheide“, erklärt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler. „Auch Messbescheide, Feststellungsbescheide und weitere Verwaltungsakte der Finanzverwaltung werden künftig digital bereitgestellt.“ Den Bescheid finde man nach der Bearbeitung durch das Finanzamt als PDF-Datei im Elster-Postfach. Vier Tage nach Bereitstellung beginne automatisch die einmonatige Einspruchsfrist. Deshalb sollte das Postfach unbedingt regelmäßig überprüft oder die E-Mail-Benachrichtigung aktiviert werden, rät die Expertin. 

Wenn Personen aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen die digitale Handhabung nicht zumutbar ist, oder Menschen keinen Internetzugang haben, gelten Ausnahmen. Diese Menschen müssen beim Finanzamt eine sogenannte Härtefallregelung beantragen und erhalten die Bescheide dann weiterhin in Papierform. Da das Finanzamt diese Personengruppe aber nicht kennt, müssen Betroffene selbst aktiv werden.