Mehr kulturelle Teilhabe
Neue Beratungsstelle „Open Up!“ informiert und berät zu inklusiven Kulturangeboten für junge Menschen

Beratungsstelle „Open Up!“
Die Hansestadt richtet eine neue Beratungsstelle ein. Sie berät junge Menschen mit Behinderung und deren Familien auf ihrer Suche nach passenden Kulturangeboten. Gleichzeitig werden bei „Open Up!“ auch Kulturveranstaltende unterstützt, die ihr Angebot inklusiver gestalten möchten.
Bei „Open Up!“ bekomme man Infos zu bestehenden Kursen, Ferienangeboten oder Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung, aber auch Beratung zu Unterstützungsmöglichkeiten, zum Beispiel bei rechtlichen oder finanziellen Fragen. Das teilt der Senat mit. Zudem könnten sich Jugendliche und ihre Familien über Berufschancen im Kulturbereich informieren und würden bei Bedarf an Experten verwiesen.
Vor-Ort-Check
Die Beratungsstelle begleitet laut Senat auch Kultureinrichtungen und Projektträger für Kinder- und Jugendkultur, die sich inklusiv weiterentwickeln möchten. In Zusammenarbeit mit externen Beratern würden Vor-Ort-Checks koordiniert und Konzepte für eine inklusive Öffnung der jeweiligen Einrichtung entwickelt. Ein Wissensaustausch und eine Möglichkeit zur Vernetzung gebe es auch. „We Open Up!“ finde einmal im Monat statt. Akteurinnen und Akteure der Hamburger Kinder- und Jugendkultur könnten sich an jedem letzten Mittwoch im Monat treffen, um sich über Barrierefreiheit und Inklusion auszutauschen, Best-Practice-Beispiele vorzustellen, Fragen zu klären und Wissen zu teilen. Ergänzend ist auf Externer Link:www.kinderundjugendkultur.info ein Infoportal entstanden. Familien können sich dort über bestehende inklusive Kulturangebote informieren. Für Kulturakteure gibt es auf dem Infoportal Praxishilfen und Literaturtipps zur Umsetzung von Inklusion und Barrierefreiheit.
Umfrage
Die Beratungsstelle, die mit vollem Namen „Open Up! Kultur für Kinder und Jugendliche und ihre Familien“ heißt, startet mit einer Recherche- und Vernetzungsphase, die durch eine Umfrage begleitet wird. Mitmachen können Kulturakteure sowie Kinder und Jugendliche und ihre Familien, Vertreterinnen und Vertreter von Selbstvertretungsorganisationen oder der Behindertenhilfe. Untersucht wird, welche kulturellen Angebote es bereits für behinderte, chronisch kranke und gehörlose/taube Kinder und Jugendliche in Hamburg gibt, welche Lücken bestehen und welche Wünsche junge Menschen haben, die bislang keine passenden Angebote finden. Gleichzeitig wird ermittelt, welche Unterstützung Kulturakteure benötigen, um bestehende Angebote barrierefrei zu gestalten.
Mit der neuen Beratungsstelle setzt Hamburg die UN-Behindertenrechtskonvention und das Hamburger Rahmenkonzept Kinder- und Jugendkultur um. Die Kulturbehörde unterstützt die Beratungsstelle dauerhaft mit 70.000 Euro pro Jahr.